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Bietstrategie bei Zwangsversteigerungen

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Mit der richtigen Bietstrategie können Sie bei einer Zwangsversteigerung eine günstige Immobilie erwerben. Gerade in Zeiten von angespannten Immobilienmärkten und sehr hoher Nachfrage können Sie mit der richtigen Vorbereitung und durchdachtem Verhalten während der Bietstunde tolle Resultate erzielen.

Die ideale Vorbereitung

Für ein bestmögliches Investment in Betongold sollten Sie gut vorbereitet in eine Zwangsversteigerung gehen. Besuchen Sie im Vorfeld einige Zwangsversteigerungen und überlegen Sie sich eine gute Bietstrategie. Die exakte Analyse des Gutachtens ist dabei essenziell. Ein Gutachten kann viele Hinweise auf den Zustand der Immobilie liefern. Neben dem errechneten Verkehrswert werden innerhalb des Gutachtens verschiedene Parameter wie Gesamtfläche, Baujahr oder Modernisierungen berücksichtigt. Prüfen Sie jedoch idealerweise auch die Gegebenheiten des Gebäudes vor Ort. Auch wenn Besichtigungen bei einer Zwangsversteigerung nicht üblich sind, sollten Sie möglichst umfangreiche Informationen über die Immobilie einholen. Ein günstiger Kaufpreis im Rahmen der Versteigerung kann sehr verlockend sein. Doch auch mögliche Sanierungskosten sollten einkalkuliert werden, damit Sie das Gebäude nutzen oder vermieten können. Entscheidend ist die Gesamtinvestition.

Das richtige Preislimit

Entscheidend für Ihren Erfolg in einer Zwangsversteigerung ist eine gute Strategie und ein kühler Kopf. Setzen Sie sich im Vorfeld auf Basis der eingeholten Informationen ein Preislimit, welches Sie nicht überschreiten. Teils werden auch Experten und gewerbliche Händler zugegen sein, dies kann einschüchternd wirken. Auf Grundlage Ihrer fundierten Recherche und dem gut kalkulierten Preislimit können Sie jedoch sicher sein, dass der Preis unabhängig von den Gegebenheiten vor Ort für Sie passend ist. Berücksichtigen Sie alle Kostenfaktoren und bleiben Sie ruhig und besonnen, auch wenn die Gebote zunehmend steigen. Verfallen Sie in keinem Fall in einen Bietrausch.

In Gesprächen mit Mitbietern sollten Sie niemals Ihr reales Limit preisgeben. Geben Sie stattdessen einen Wert deutlich darüber oder darunter an, um Ihre Konkurrenz zu entmutigen oder zu irritieren. Sie sollten sich Ihrer Strategie sicher sein und bestenfalls bereits über Erfahrung verfügen. Unabhängig der psychologischen Spielchen sollten Sie das gesetzte Limit jedoch keinesfalls überschreiten.

Auch ein “ungerades” Limit kann entscheidend sein. Viele Bieter fixieren mit der kreditgebenden Bank einen runden Betrag. Wenn Ihr Limit bei 330.000 Euro liegt, könnten Sie mit 328.500 Euro ins Rennen gehen. Im Regelfall ist es sinnvoll, den Betrag leicht über einer runden Summe anzusetzen.

Auch Ihre Erhöhungen sollten Sie mit Bedacht wählen. Überbieten Sie das Ihre Konkurrenz mal um 1.000 Euro, mal um 500 Euro und schließlich um 2.000 Euro. Andere Bieter können so Ihre Strategie nicht erfassen und Sie bleiben undurchschaubar. Grundsätzlich ist jedes Gebot erlaubt. Sie können andere Bieter mit kleinen, unregelmäßigen Erhöhungen entnerven oder irritieren.

Ob Sie intensiv und stetig mitbieten oder erst zum Schluss Ihr Maximalgebot abgeben, sollten Sie situativ entscheiden. In vielen Fällen ist es von Vorteil, die Preise nicht zu schnell in die Höhe zu treiben. Zu Beginn können Sie das Geschehen beobachten, ohne direkt aktiv zu werden.

Das Verhalten während der Bietstunde

Vertrauen Sie Ihrem Instinkt und Ihrer guten Vorbereitung. Die anderen Bieter, insbesondere die Profis, versuchen teilweise die Konkurrenz zu verunsichern. Eine Strategie ist dabei die Betonung der Baumängel und Schwächen der Immobilie. Andere Interessenten sollen dadurch verdrängt werden, damit die Chancen für den Erwerb steigen. Bleiben Sie selbstsicher und überzeugt, doch zeigen Sie dies nicht zwangsläufig in Gesprächen mit Mitbietern. Möglicherweise werden Sie so nicht als ernsthafte Konkurrenz wahrgenommen. Behalten Sie stets Ihr Preislimit und Ihre gute Vorbereitung im Kopf.

Ein wesentlicher Aspekt ist eine deutliche und laute Aussprache. Die Kraft in der Stimme zeigt Mitbietenden Ihre Entschlossenheit und Sicherheit. Zudem werden Missverständnisse und Zahlendreher vermieden. Sollte bei dem zuletzt abgegebenen Gebot eine falsche Zahl beim Auktionator angekommen sein, scheuen Sie sich nicht, diesen Fehler zu korrigieren. Im Zweifel kann es bei unklaren Geboten und falschen Werten zu großen Missverständnissen kommen. Dies sollten Sie unter allen Umständen vermeiden.

Bleiben Sie vor Ort präsent. Einige Anfänger verlassen während der Bietstunde den Raum, um sich mit einem Experten oder dem Partner abzustimmen. Dieses Verhalten wird von der Konkurrenz als Schwäche erkannt. Eine gute Vorbereitung über das Vorgehen in den unterschiedlichsten Fällen beugt unangenehmen Situationen vor.

Hilfreich kann es zudem sein, wenn Sie die Konkurrenz gut beobachten. Gibt es Interessenten, welche stetig um den gleichen Betrag erhöhen? Zeigen sich nervöse Mitbietende? Kleine Details können dabei helfen, das beste Gebot abzugeben und am Ende den Zuschlag zu erhalten. Verschaffen Sie sich einen Überblick, wer tatsächlich Interesse hat und Gebote abgibt. So entwickeln Sie das bestmögliche Gefühl für die Gesamtsituation.

Ihre perfekte Strategie

Im Rahmen einer Versteigerung können verschiedene Strategien erfolgreich sein. Essenziell sind eine gute Vorbereitung und Bietstrategie. Wechseln Sie die zuvor festgelegte Strategie nicht aufgrund bestimmter Vorkommnisse vor Ort. Bleiben Sie Ihrem Plan treu. Es gibt immer Faktoren, die Sie nicht beeinflussen können. Dennoch werden die oben aufgeführten Hinweise helfen, eine passende Immobilie bei einer Zwangs- oder Teilungsversteigerung zu erwerben. Vorherige Besuche von Zwangsversteigerungen, ohne dass Sie Gebote abgeben, helfen Ihnen, um ein gutes Gefühl für die verschiedenen Situationen zu entwickeln.

Entscheidend ist, dass Sie von der Immobilie überzeugt sind und letztlich auch alle Kostenfaktoren berücksichtigt haben. Das vorher fixierte Limit ist dabei wichtig und sollte in keinem Fall überschritten werden.

Tag Post :

Betongold, Schnäppchenhaus, Unter den Hammer, Zwangsversteigerung

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